Berliner Mauerfall09 · Herbert Ernst
Herbert Ernst wurde am xx. yy 1933 in Berlin geboren. Während des Zweiten Weltkrieges floh die Familie nach Schlesien. In den letzten Kriegstagen flohen sie mit dem letzten Transportzug vor den Russen nach Berlin. Hier absolvierte Herbert Ernst die mittlere Reife nahm eine Lehrstelle als Fotoassistent an.
GERMAN TELEVISION NEWS
Herbert Ernst dokumentierte von 1961 bis 1973 für German Television News die Errichtung und den weiteren Ausbau des »Antifaschistischen Schutzwalls«, im Westen verharmlosend als Berliner Mauer bezeichnet.
DIE NOLLE
1973 gründete Herbert Ernst »DIE NOLLE« im stillgelegten U-Bahnhof Nollendorfstraße. Nach dem Mauerfall zog »Die Nolle« zum U-Bahnhof Friedrichstraße um.
Interview »20 Jahre Mauerfall«
Videointerview: Ralf Gründer, Berlin, 28.09.2009
EINE MAUER KLAGT AN - THE WALL OF SHAME
Synopsis: GERMAN TELEVISION NEWS, Dokumentation, Gesamtleitung und Regie: Helmut W. Sonntag
Kamera: Herbert Ernst, Günter Lahmann, Helmut Sontag, Länge: 305 m
Der Film DIE MAUER KLAGT AN, der von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden mit dem Prädikat
„wertvoll” ausgezeichnet wurde, zeigt die Folgen der Ereignisse des 13. August:
In ergreifenden Szenen sieht man fliehende Jugendliche und Menschen am Abend ihres Lebens,
die unter dramatischen Umständen und unter Todesgefahr ihre Wohnungen verlassen mußten.
Der Film verfolgt, wie das kommunistische System der Sowjetzone mit sich kontinuierlich
steigernden Schikanen das Riesenkonzentrationslager für 17 Millionen Deutsche vollendet.
LICHT AN DER MAUER
Weihnachten im zweigeteilten Berlin
Synopsis: GERMAN TELEVISION NEWS, Dokumentation, Gesamtleitung und Regie: Helmut W. Sonntag
Kamera: Herbert Ernst, Günter Lahmann, Helmut Sontag, Länge: 157 m
Der Film LICHT AN DER MAUER, der von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden mit
dem Prädikat „wertvoll” ausgezeichnet wurde, zeigt die unmenschlichen Maßnahmen
des kommunistischen Regimes während der Weihnachtszeit und auf der anderen Seite den Optimismus der Westberliner.
Besonders hervorzuheben sind die Einstellungen vom Weihnachtsmarkt in Ostberlin von schießenden und
vormilitärisch gedrillten Jungen und Mädchen unter dem Weihnachtsbaum.
Geschickt platzierte kommunistische Lieder vermitteln dem Ostteil des Films eine besondere politische Aussage.
FREIHEIT KENNT KEINE MAUERN
1. Mai in Ost- und Westberlin
Synopsis: GERMAN TELEVISION NEWS, Dokumentation, Gesamtleitung und Regie: Helmut W. Sonntag
Kamera: Herbert Ernst, Günter Lahmann, Helmut Sontag, Länge: 200 m
Der Film »FREIHEIT KENNT KEINE GRENZEN« zeigt zu Beginn in sehr eindrucksvollen
Einstellungen die waffenstrotzende Militärparade im früheren Lustgarten
zu Berlin.
Im Gegensatz dazu zeigt der Westteil die riesige Freiheitsdemonstration der Westberliner
auf dem Platz der Republik vor der Ruine des ehemaligen Reichstages.
Literatur
Die nach dem 'Westen' blickende Seite der Berliner Mauer bzw. des Antifaschistischen Schutzwallswar die längste Spüchewand der Welt. Mit der Errichtung der Sperranlagen erschienen poltisch motivierte Sprüche auf der Mauer. KZ-Wand! Die Mauer muss weg!
Verboten: Berliner Mauerkunst
Eine Dokumentation von Ralf Gründer
352 Seiten, über 400 Abbildungen, Hardcover, ISBN 978-3-412-16106-4
Anfang der 80er Jahre begannen Künstler aus aller Welt die »Grenzmauer-75« mit großflächigen Bildern zu bemalen. Die Geschichte dieses pazifistischen Widerstands gegen das unmenschliche Grenzsperrregim der DDR erzählt dieses Buch.