Berliner Mauerfall09 · Mark Eins
1980 kam Christophe Bouchet nach Berlin (West). Sein Atelier befand sich im Keller des Rauch-Hauses direkt am Bethaniendamm im westberliner Bezirk Kreuzberg.
Mark Eins
Am Bethaniendamm, Ecke Köpenicker Straße malte Mark Eins 1984 ein Haus auf die nach ‚politisch’ Westen zeigende Seite der »Grenzmauer 75« (Berliner Mauer).
DIN A TESTBILD
Die Garagenband DIN A Testbild veröffentlichte in den späten 80 und frühen 90. Jahren mehrere LPs. TV Junk and New Beat Funk (1989), „Leipzig & Coca-Cola” (1991), „Sex ´n Chaos” (1993).
»DIN A TESTBILD«
Videointerview: Ralf Gründer, Berlin, 07.06.1997
Als Projektionsfläche für Aktionskunst war die »Mauer« einfach cool
Eine bessere Fläche für kostenfreihe Werbung in Berlin (West) gab es nicht.
Obwohl die »Grenztruppen« der DDR geschworen hatten,
die „unverletzbarkeit” der »Antifaschistischen Schutzwalls« zu garantieren,
überschritten montalich Tausende die unsichtbare Sektorengrenze nach Ostberlin
und sprühten oder malten ihre Tags und Botschaften.
In den 80. Jahren wurde dann auch von den Medien die »Mauer« als Graffitiwand und Kunstobjekt entdeckt,
die dann das bunte und farbenfrohe Bild um die Welt schickten.
Literatur
Die nach dem 'Westen' blickende Seite der Berliner Mauer bzw. des Antifaschistischen Schutzwallswar die längste Spüchewand der Welt. Mit der Errichtung der Sperranlagen erschienen poltisch motivierte Sprüche auf der Mauer. KZ-Wand! Die Mauer muss weg!
Verboten: Berliner Mauerkunst
Eine Dokumentation von Ralf Gründer
352 Seiten, über 400 Abbildungen, Hardcover, ISBN 978-3-412-16106-4
Anfang der 80er Jahre begannen Künstler aus aller Welt die »Grenzmauer-75« mit großflächigen Bildern zu bemalen. Die Geschichte dieses pazifistischen Widerstands gegen das unmenschliche Grenzsperrregim der DDR erzählt dieses Buch.