Berliner Mauerfall09 · Peter Thomsen
... war Regimentskommandeur des Grenzregiments 44 und berichtet in einem 2h-Interview über seinen
Ehrendienst als Grenzpolizist und -soldat der Grenztruppen der DDR für sein sozialistisches Vaterland.
Hauptmann a. D. Peter Thomsen
... ist Jahrgang 1937. Nach der Grundschule meldete er sich 1955 freiwillig zur Grenzpolizei (Anwärter der Grenzpolizei) und schied am 2. Oktober 1990, 24 Uhr, als Hauptmann und Regimentskommandeur des Grenzregiments 44 (Steinstraße, Babelsberg) aus dem Dienst aus.
Die Grenzsoldaten der DDR ...
waren die wichtigste mobile Sperre im Einsatz gegen Angriffe auf die Staatsgrenze der DDR. Eigenschaften waren: Unbedingter Gehorsam, 100&ige Gefechtsbereitschaft und die Ausführung des in der Vergatterung erhaltenden Befehls, „Grenzverletzer” zu »vernichten«.
Das »wichtigste Sperrelement« des „Antifaschistischen Schutzwalls”
Videointerview: Ralf Gründer, Berlin, 13.03.2003
Antifaschistischer Schutzwall
„Kein Mensch sagt »antifaschistischer Schutzwall«.
Dieses komplizierte Wort ist der offizielle Sprachgebrauch der Bonzen und formuliert die Tatsache,
dass sie diese Mauer eben nicht Mauer nennen können, denn dann würde sichtbar sein,
dass sie sich eingemauert haben bzw. ihr Volk. Es muss also dieser komplizierte verlogene Name her,
denn die Mauer ist der zu Stein und zu Stacheldraht geronnene Betrug und
deswegen muss er auch einen solchen verlogenen Namen haben.”
Wolf Biermann im Interview mit Heribert Schwan
im Deutschlandfunk am 31.07.1986.
Posten und Postenführer
Quelle: Handbuch für Grenzsoldaten, Seite 48 (oben) 52 (unten), Deutscher Militärverlag, Berlin 1965
Zuführung eines Grenzverletzers nach Durchsuchung (oben). Der Postenführer läßt die Tür vom Kraftfahrer öffnen. Nach der Grußerweisung fordert der Postenführer den Kraftfahrer auf, den Motor abzustellen und die Dokumente zur Kontrolle vorzuzeigen (Mitte). Die Sicherung des Postenführers (unten).