Berliner Mauerfall09 · Wolfgang Skibitzki

Der in Berlin wirkende Maler / Bildhauer Wolfgang Skibitzki spricht über seinen Zwiespalt mit der DDR.

Wolfgang Skibitzki

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1% DDR-Bewohner waren Stasi

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte am 17. Januar 2009 das Archiv der BStU (Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR) in Berlin-Lichtenberg. In einer anschließenden Pressemitteilung der Birthler-Behörde hieß es:

ZWIESPALT »DDR«


Videointerview: Ralf Gründer, Berlin, 27.07.2008

Pressemitteilung der BStU ...

„Es gab es zuletzt 91.015 hauptamtliche Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit und 189.000 inoffizielle Mitarbeiter des MfS. Hinzu kommen 1.138 IM des Ministeriums für Nationale Verteidigung und ca. 15.000 inoffizielle Mitarbeiter des Ministerium des Innern. In der Summe muss für den Zeitraum 1988/89 von rund 205.000 IM des MfS/MdI/MfNV ausgegangen werden. Diese Zahlen sind in der Behördenpublizistik seit 1996 bekannt. Zuletzt veröffentlicht in Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit. Teil 3: Statistiken, S. 19 und 216, das der Öffentlichkeit seit dem 10. März 2008 zugänglich ist und auf einer Veranstaltung, zu der die Bundesbeauftragte Marianne Birthler und die Landesbeauftragte Hildigund Neubert eingeladen haben.
Die Addition der Hauptamtlichen und der Inoffiziellen des MfS ergibt rund 280.000 für 1988/89. Die Einwohnerzahl der DDR – also Säuglinge und Rentner eingeschlossen – beträgt für diesen Zeitpunkt 16.675.000. Der Anteil der Hauptamtlichen und Inoffiziellen des MfS beträgt demnach 1,7 Prozent. Insoweit könnte die Angabe, es hätte zum Zeitpunkt 1988/89 die Angabe von zwei Prozent für aktive Hauptamtliche und Inoffizielle Mitarbeiter des MfS eine Aufrundung darstellen.
Allerdings sind Säuglinge, Vorschul- oder Volksschulkinder als IM bislang nicht bekannt geworden – auch nicht für die Jahre vor 1988/89.
Die bislang veröffentlichten Analysen gehen davon aus, dass es Minderjährige (ganz überwiegend 17-, seltener 16-Jährige) um rund 1.300 gab.
Den Standards empirischer Analysen in den Sozialwissenschaften nach würde man sich nicht an der Einwohnerzahl der DDR-Bevölkerung orientieren, sondern als Bezugsgröße hilfsweise die Anzahl der Berufstätigen wählen. Es gab zwar eine nennenswerte Anzahl an Pensionieren unter den Hauptamtlichen und Inoffiziellen des MfS, dafür aber nur 17 Prozent weibliche IM (vgl. a. a. S. 89 f.) Berufstätige (ohne Lehrlinge) gab es 1988/90 8.594.000, wonach zum fraglichen Zeitpunkt von 3,3 Prozent auszugehen wäre.”
Mitteilung von Helvi Abs, 20.01.2009

Literatur

Die nach dem 'Westen' blickende Seite der Berliner Mauer bzw. des Antifaschistischen Schutzwallswar die längste Spüchewand der Welt. Mit der Errichtung der Sperranlagen erschienen poltisch motivierte Sprüche auf der Mauer. KZ-Wand! Die Mauer muss weg!

Verboten: Berliner Mauerkunst

Literatur von Ralf Gründer über die Kunst an der Berliner Mauer

Eine Dokumentation von Ralf Gründer

352 Seiten, über 400 Abbildungen, Hardcover, ISBN 978-3-412-16106-4

Anfang der 80er Jahre begannen Künstler aus aller Welt die »Grenzmauer-75« mit großflächigen Bildern zu bemalen. Die Geschichte dieses pazifistischen Widerstands gegen das unmenschliche Grenzsperrregim der DDR erzählt dieses Buch.

Fluchtmeldung 218

Am 25.9. 1963, gegen 21.15.Uhr, erreichten der Gefreite P.M., der Soldat J. K., nach Durchwaten der Nieder- neuendorfer Abzugrabens und durch- kriechen der Stacheldraht- zäune in Uniform ohne Waffen von Grepo unbemerkt West-Berlin und meldeten sich als Flüchtlinge.

S 1, Berlin